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Wohnimmobilienkreditrichtlinie

von Andreas Pabst, Finanzfachwirt (FH) und Geschäftsführer

Im März letzten Jahres ist die neue Wohnimmobilienkreditrichtlinie in Kraft getreten, die gravierende Änderungen in der Kreditvergabe von Immobilienfinanzierungen zur Folge hatte. Aber worum geht es genau und worauf sollten Sie jetzt achten, wenn Sie ein Haus bauen oder eine Immobilie finanzieren möchten?

Was regelt die neue Richtlinie?

Wie das Wort schon ahnen lässt, regelt die Wohnimmobilienkreditrichtlinie die Vergabe von Bau-, Wohnungs- und Hypothekarkrediten neu. Auf 52 dicht bedruckten Seiten präsentiert sich die Verordnung in feinster Juristensprache und voll von verschachtelter Formulierungen. Da heißt es in 3 Art. 18, Abs. 1 zum Beispiel, dass „Faktoren, die für die Prüfung der Aussichten relevant sind, dass der Verbraucher seinen Verpflichtungen aus dem Kreditvertrag nachkommt in angemessener Form berücksichtigt werden“ müssen.

Und weiter: „Die Kreditwürdigkeitsprüfung darf sich nicht hauptsächlich darauf stützen, dass der Wert der Wohnimmobilie den Kreditbetrag übersteigt, oder auf die Annahme, dass der Wert der Wohnimmobilie zunimmt.“ (Art. 18, Abs. 3).

Kurzum: Die Richtlinie hat es in sich. Sie macht die hierzulande seit 150 Jahren übliche Vorgehensweise bei der Vergabe von privaten Wohnungs- und Baukrediten zunichte. Für die Kreditgenehmigung der Bank zählt nicht mehr nur der Eigenkapitaleinsatz, Einkommen, Immobilienpreis und -wert sowie eine Hypothek als Sicherheit, sondern was jetzt rechtlich bindend ist, sind Sie. Die Bank ist verpflichtet Sie als Kreditnehmer einzuschätzen und festzustellen, ob Sie als Familie oder Person das Darlehen im Rahmen der Gesamtlaufzeit von 20, 30 oder mehr Jahren bedienen können.

Unter diesem Gesichtspunkt sind u.a. Veränderungen im Leben der potentiellen Darlehensnehmer zu berücksichtigen. Sind Sie z.B. eine junges Paar in der Familienplanung ist der Bankberater dazu verpflichtet einen eventuellen Einkommensausfall aufgrund der Babypause zu berücksichtigen. Oder Sie sind über 50 Jahre alt und möchten noch einmal neu bauen, hier ist der Kreditsachbearbeiter dazu verpflichtet, zu überprüfen ob Sie Ihren Darlehensverpflichtungen zum Renteneintritt nachkommen können. Reicht die gesetzliche Rente nicht aus, führt auch das zur Ablehnung des Kreditantrages. 

Kreditvergabegespräch mit der Bank: Vermeiden Sie diese Fehler!

Was heißt das nun im Klartext für Sie: Im Grunde kann ein vorschnell ausgesprochener Satz oder eine unbedacht erwähnte Privatangelegenheit die Kreditvergabe verhindern.

Dem kann nur mit einer guten Vorbereitung entgegengewirkt werden. Banken legen die Wohnimmobilienkreditrichtlinie unterschiedlich aus. Gehören Sie also zu „kritischen“ Gruppe, sollte zunächst ein Institut ausgewählt werden, dass Ihre Situation grundsätzlich begleiten würde.

Präsentieren Sie ein stimmiges „Paket“, das keine Fragen offen lässt und geben Sie der Bank die Informationen, die für die Kreditentscheidung von Nöten sind. Wenn Sie dabei alle relevanten Punkte berücksichtigen und das Vorhaben umsichtig erörtert haben, fällt die Bewertung der Bank mit entsprechend hoher Wahrscheinlichkeit positiv aus.

Durch die richtige Herangehensweise und individuell optimierte Konzepte haben wir auch seit März letzten Jahres tatsächlich viele schwierige Finanzierungen durchbekommen.

Überlassen Sie die Gestaltung Ihrer Zukunft also nicht dem Zufall und schon gar nicht einer wirklichkeitsfremden Richtlinie.

Ihr Andreas Pabst

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