Ratgeber 12.02.2020

Förderungen für den privaten Neu- & Wohnbau: Gibt es tatsächlich bis zu 35.500 € vom Staat?

Wenn Sie privat bauen und die öffentlichen Förderungen und Unterstützungen nicht nutzen, dann steht eines fest: Sie haben zu viel bezahlt! Erfahren Sie gleich mehr darüber, wie Sie aktuell neben günstigen Kreditzinsen auch von lukrativen Baugeld Förderungen profitieren können.

Herr Pabst, wie stehen Sie zu dem Thema Förderung speziell für den privaten Neubau? Überall hört man davon, aber ein richtiger Durchblick fehlt oft. Was sagen Sie dazu?

A.P.: Lassen Sie mich mit einer guten Nachricht anfangen: Grundsätzlich bietet das Jahr 2020 gerade im Bereich der Fördermittel für selbstgenutzte Eigenheime tolle Möglichkeiten. Wenn man es sehr clever anstellt und verschiedene Fördermittel richtig miteinander verbindet, besteht sogar die Möglichkeit, dass der Bauherr unter dem Strich weniger Geld zurückzahlt, als er aufgenommen hat. Das klingt unglaublich, ist aber wahr und zudem ein echter, finanzieller und wirtschaftlicher Anreiz. Wichtig ist, dass die jeweils individuelle Situation sehr genau geprüft und die unterschiedlichen Fördermodelle genau aufeinander abgestimmt werden. 

Das ist interessant und klingt nach guten Zeiten für den privaten Haus- & Wohnbau. Welche Fördermöglichkeiten bestehen denn aktuell konkret bei der KfW und der Bafa?

A.P.: Die Förderungen der KfW für den Energieeffizienzstandard 55, 40 und 40 Plus 0 Plus kennen Viele. Weniger bekannt ist, dass die Förderungen zu diesem Darlehen zum 24.01.2020 nochmals deutlich erhöht wurden. Aktuell stellt die KfW in jedem Programm 120.000 € zur Verfügung und erlässt, je nach Energiestandard, bis zu 30.000 €. Das bedeutet konkret, dass bis zu 120.000 € aufgenommen, und nach Fertigstellung, abzüglich des Restschulderlasses von 30.000 €, nur noch 90.000 € zurückgezahlt werden müssen. Auch der Zinssatz kann sich sehen lassen: Dieser liegt mit eine Zinsbindung von 10 Jahren bei 0,75 % nominal. Zuletzt gibt es auch noch diverse Zuschüsse von der BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) für bestimmte Heizungstechnik oder die Zuschüsse von der KfW für den Energieberater. In Summe sind das bemerkenswerte Möglichkeiten und eine echte Unterstützung für privates Bauen.

Sie sagten vorhin, dass Bauherren sogar weniger zurückzahlen müssen, als in Form eines Baukredits aufgenommen wurde? Wie ist das möglich?

A.P.: Wer alles richtig macht kann im Idealfall tatsächlich erheblich profitieren. Nehmen wir ein konkretes Beispiel: Sehr viele Bauherren bauen ein KfW-55 Haus, auch weil hier die Mehrkosten für die zusätzliche Technik am geringsten sind. Für dieses Objekt erhält der Bauherr 120.000 € mit einer Zinsbindung von 10 Jahren, zu einem Zinssatz von 0.75 % im Soll. Abzüglich des Restschulderlasses von 18.000 €, der nach Fertigstellung wirksam wird, ergibt sich ein effektiver Zins von -1,20 %! Rein mathematisch oder kalkulatorisch könnte man hier aus der Sicht der Bauherren also durchaus von negativen Zinsen sprechen. Fakt ist In Summe machen die Förderungen privates Bauen so lukrativ und günstig wie kaum jemals zuvor.  

Sie sagen also, dass die KfW bereits Negativ-Zinsen vergibt?

A.P.: Nein, nicht direkt. Wie ich Ihnen anhand des Beispiels erklärt habe stimmt das rechnerisch aus der Sicht der Bauherren. Ganz konkret sind die Programme der KfW nicht auf die aktuelle Niedrigzinslage ausgerichtet. Real ist eine weitere Reduzierung der aktuellen Kondition von 0.75 % einfach nicht möglich, da die KfW schlicht nicht die technischen Voraussetzungen in Ihren Computersystemen dafür vorgehsehen hat. Die KfW behilft sich hier also mit der Erhöhung des Tilgungszuschusses, um das Geld in den Umlauf zu bringen und privates Bauen zu fördern.

Das klingt ja fast zu schön, um wahr zu sein. Gibt es denn noch weitere Fördermöglichkeiten und können diese kombiniert werden?

A.P.: Ja, die gibt es! Und jetzt stellen Sie sich vor, Sie erhalten für Ihr Bauvorhaben nicht nur die Gelder der KfW, sondern beantragen zusätzlich auch das Baukindergeld in Höhe von 1.200 € pro Jahr und pro Kind für 10 Jahre, zuzüglich einer Förderung des Landes zu Niedrigzinsen, einer Bezuschussung durch die BAFA und Sie nutzen die Vorteile der historisch niedrigen Darlehenskonditionen. Ein Mix aus allen diesen Komponenten, zusammengeführt in ein solides, individuell auf die Lage der Bauherren ausgerichtetes Finanzierungskonzept, ist schlichtweg eine ideale Grundlage für eine höchst lukrative Finanzierung und Verwirklichung des Wunsches nach einem eigenen Zuhause.

Herr Pabst, es klingt zwar ganz danach aber dennoch eine abschließende Frage: Sind Ihre Berater bei CIOS in allen Gebieten der Förderungen optimal ausgebildet?

A.P.: Ein wichtiger Aspekt, also ist es gut, dass Sie gezielt danach fragen: Als die mit führenden Neubau-Beratungs- und Finanzierungs-Profis in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen und Hamburg legen wir viel Wert auf die Weiterbildung aller Kolleginnen und Kollegen. Neben 15 Jahren Erfahrung ist Wissen gerade bei öffentlichen Fördermitteln und Förderprogrammen entscheidend. Es gibt permanent Änderungen, auf die reagiert werden muss. Unsere Berater sind nicht nur dahingehend ausgebildet, realistische Gesamtkosten mit den Bauherren zu erarbeiten, Baubeschreibungen und Verträge zu vergleichen, sondern auch alle möglichen Formen der Förderung in die Finanzierungskonzepte mit einzuarbeiten. Dafür stehen wir ein.

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